CEO-Interview: Göran über Arbeitsfreude, Mentoring und Führung
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Glück bedeutet, tun zu können, was wirklich Freude bereitet – Göran steht Rede und Antwort im CEO-Interview mit unserer Praktikantin Zoe. Er gewährt spannende Einblicke, wie er Herausforderungen meistert und warum der offene Austausch für ihn so wichtig ist.

Z: Göran, erzähl mal, wie hat sich deine Karriere entwickelt?
GG: Mein Werdegang war alles andere als gradlinig - und darüber bin ich sehr froh. Auf diese Weise hat sich mein Leben stets weiterentwickelt. Wir Menschen verändern uns ständig und diese Reise endet nie.
Heute bin ich in meiner vierten Karriere. Angefangen habe ich im Fernsehen und dann bin ich Eventmanager geworden. Mit meiner eigenen Event- und Experience-Agentur erfüllte sich schließlich mein Traum Unternehmer zu sein. Und heute bin ich geschäftsführender Gesellschafter bei Next Mobility Labs und an über 26 Startups beteiligt.
Diese Verschiedenartigkeit hilft mir heute immer noch Freude an meinem Job zu haben.
Z: Was bedeutet Dir diese Freude?
GG: Es ist Glück, tun zu können, was einem Spaß und Freude macht, deshalb empfinde ich Arbeit als etwas sehr positives, sehe es nicht nur als Geldmaschine. Natürlich gibt es immer Dinge, die nerven, aber ich versuche, Themen zu bearbeiten, die mich inhaltlich begeistern und fordern. Diese Möglichkeit der Wahl habe ich mir aber auch erarbeitet.
Z: Wie hast Du dieses Privileg erreicht?
GG: Ich suche bewusst nach Hebeln des Erfolgs und Möglichkeiten diese zu bewegen. Wenn ich das Gefühl habe, dass sich eine Tür öffnet, halte ich kurz inne und ergreife diese Chance, egal, was danach passiert.
Aber natürlich gehören zum Erfolg immer mehrere Faktoren dazu. Relevant sind Team, Thema und Timing. Ich hatte das Glück, Menschen zu treffen, die in mir etwas sahen und meine Mentoren wurden. Und diese Unterstützung möchte ich jetzt weitergeben. Als Mentor teile ich meine Erfahrungen, nehme aber auch Impulse von meinen Mentees mit. Ich schätze den Austausch mit anderen Generationen und lerne ihre Ansichten über Sachen wie Arbeiten, Remote-First, Business und Work-Life-Balance kennen. Davon kann ich einiges für mich mitnehmen.
Z: Wie gehst Du vor, wenn dem Erfolg ein Problem im Weg steht?
GG: Fehlschläge gehören dazu. Irgendwann merkt man, dass fast alle Mauern, die einem im Weg stehen auch überwunden werden können. Aber manche Problemlösungen brauchen einfach ihre Zeit. Wenn ich merke, dass ich das Problem nicht sofort lösen kann, schreibe ich es auf einen Zettel und gehe eine Runde spazieren, shoppen, trinke ein Glas Wein oder esse etwas Gutes bis mir der Lösungsgedanke kommt. Das ist eine Taktik, die nicht nur mir persönlich hilft, sondern die ich auch in der beruflichen Zusammenarbeit anwende.
Z: Hast Du weitere Strategien, die Dir den Arbeitsalltag erleichtern?
GG: Struktur ist für mich grundsätzlich sehr wichtig. Ich versuche jeden Morgen mit einem Kaffee und einer Zeitung zu beginnen. Das ist für mich eine Art Meditation, die mir dabei hilft meine Gedanken zu ordnen. Und um am Ende des Tages effizient etwas erreicht zu haben nehme ich mir morgens die Zeit für zwei bis drei wichtige Aufgaben. Durch dieses Erfolgserlebnis kann ich mit guter Energie in den Tag starten. Mir ist es wichtig, in jedem Meeting, in dem ich anwesend bin, etwas beitragen zu können und dafür ist gute Vorbereitung wichtig.
Z: Welche Stärken hast Du über die Jahre entwickelt?
GG: Die Entwicklung meiner Strukturiertheit hat auch dazu geführt, dass ich Personen führen kann. Ich gebe nicht auf, solange es keine guten Gründe dafür gibt - die Eigenschaft, Dinge zu Ende zu führen gehört zu meinen Stärken. Dazu kommt meine Fähigkeit unkonventionell Denken zu können, was bedeutet Probleme von allen Seiten zu durchleuchten, um die passendste Lösung zu finden.
Text und Grafik: Zoe Schwabe "CEO-Interview mit Göran Göhring"



